Encrust
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Erste Schritte · Anleitung 2 von 6

Ihr erster Druck

5 Min. Lesezeit

Legen Sie in den Einstellungen Drucker und Resin an, wählen Sie beide im Block Print, laden Sie ein Kalibrierteil, sehen Sie in der Vorschau auf die Karte Issues, slicen Sie und kopieren Sie die Datei auf den Drucker. Drucken Sie zuerst ein Kalibrierteil, egal mit welchem Drucker: Von den 100 Druckerprofilen in Encrust wurde bisher nur auf dem Elegoo Saturn 4 Ultra eine Encrust-Datei gedruckt.

Vorbereitung

Encrust muss installiert sein (Encrust installieren). Dazu brauchen Sie ein kleines Modell als STL, OBJ oder 3MF. Encrust bringt kein Testmodell mit; nehmen Sie ein Belichtungstestteil oder etwas, das Sie schon mit einem anderen Slicer gedruckt haben. Legen Sie sich außerdem zwei Angaben des Resin-Herstellers bereit: die Belichtungszeiten für Ihren Drucker und das Sicherheitsdatenblatt (SDB) des Resins.

Beim ersten Start kennt Encrust weder Drucker noch Resin. Die mitgelieferten Profile sind eine Bibliothek, aus der Sie auswählen.

Die Menüs und Schaltflächen der App sind noch nicht ins Deutsche übersetzt. Wir nennen sie deshalb so, wie sie auf dem Bildschirm stehen, und übersetzen sie beim ersten Mal in Klammern.

Drucker hinzufügen

  1. Öffnen Sie Settings (Einstellungen): File (Datei), dann Settings…, oder Cmd+, (unter Windows und Linux Strg+,).
  2. Solange noch kein Drucker angelegt ist, öffnen die Einstellungen die Bibliothek mit dem Titel „Add a machine“ (Drucker hinzufügen). Klicken Sie auf die Marke Ihres Druckers, dann auf das Modell. Das Feld „Search every machine“ (Alle Drucker durchsuchen) findet ihn über den Namen.

Ihr Drucker steht jetzt links in der Liste Machines. Fehlt er in der Bibliothek, legt Custom printer ein leeres Profil an, das Sie selbst ausfüllen.

Die Bibliothek enthält 100 Drucker, und einer davon ist bestätigt: Mit dem Elegoo Saturn 4 Ultra wurde schon eine von Encrust geschriebene Datei gedruckt. Die übrigen 99 beruhen auf den veröffentlichten Angaben der Hersteller. Sie dürften nah dran sein, aber noch hat niemand damit Resin ausgehärtet.

Resin hinzufügen und Belichtung eintragen

  1. Klicken Sie in der Liste Machines unter Ihrem Drucker auf Add resin.
  2. Wählen Sie unter „From the pool“ eines der mitgelieferten Resins, oder New resin, um bei null anzufangen.
  3. Suchen Sie die Karte, die nach Ihrem Drucker benannt ist, zum Beispiel „Exposure on the Saturn 4 Ultra“. Stellen Sie zuerst Layer height (Schichthöhe) ein, dann Exposure (Belichtungszeit), Bottom exposure (Belichtungszeit der Bodenschichten) und Bottom layers (Anzahl der Bodenschichten) auf die Werte, die der Resin-Hersteller für Ihren Drucker nennt.

Stellen Sie die Schichthöhe zuerst ein, denn Encrust rechnet die Exposure um, sobald sie sich ändert, und sagt das in einem Hinweis unter dem Feld, der mit „Carried from“ beginnt. Eine Speichern-Schaltfläche gibt es nicht: Das Formular speichert beim Eingeben.

Die vier mitgelieferten Resins haben für fünf Drucker eigene Werte. Standard grey auf dem Saturn 4 Ultra etwa startet mit 0,05 mm Schichthöhe, 2,3 s Belichtung und 28 s für die 6 Bodenschichten. Bei jedem anderen Drucker beginnt ein mitgeliefertes Resin mit seinen allgemeinen Werten. Keiner dieser Werte wurde an Ihrer Flasche gemessen, nehmen Sie sie also als Ausgangspunkt: Die Anleitung Ihres Druckers und die des Resin-Herstellers gehen vor.

Drucker und Resin für die Platte wählen

Ein Drucker, den Sie in den Einstellungen anlegen, liegt damit noch nicht auf der Platte. Schließen Sie die Einstellungen mit dem X oben rechts. Im Bereich links, über Plate contents (Inhalt der Platte), hat der Block Print eine Druckerauswahl mit dem Text „Select a printer“. Klicken Sie darauf und wählen Sie Ihren Drucker. Die Resin-Auswahl darunter springt auf das erste Resin, das Sie für diesen Drucker angelegt haben.

Kalibrierteil laden

Klicken Sie auf das + am unteren Ende der Werkzeugleiste am rechten Fensterrand (Cmd+I, unter Windows und Linux Strg+I) oder ziehen Sie die Datei ins Fenster. Encrust repariert das Netz beim Einlesen und stellt das Modell in die Mitte der Platte.

Hat die Reparatur etwas geändert oder einen Fehler gefunden, den sie nicht beheben konnte, erscheint am Ende der Modellzeile in Plate contents eine Markierung, die auflistet, was gefunden wurde: „Repaired 12 faces flipped“ (12 gedrehte Flächen repariert), „3 open edges“ (3 offene Kanten). Über der Schaltfläche Slice zeigen Height und Layers, wie hoch der Druck wird und wie viele Schichten das sind.

Misslingt das Kalibrierteil, verlieren Sie ein paar Milliliter Resin und keine Nacht. Braucht das Modell Aushöhlen oder Stützen, kommt das als Nächstes: Aushöhlen und Ablauflöcher und Stützen.

Schichtprüfung lesen, bevor Sie slicen

Drücken Sie Tab oder wechseln Sie oben im Fenster von Prepare auf Preview (Vorschau). Encrust schneidet die Platte in Schichten und prüft jede einzelne. Die Spalte rechts liest sich dann von oben nach unten.

Zuerst kommt ein Abschnitt mit dem Namen Ihres Druckers: Resin, Volume, Weight, Price und Time. Prüfen Sie, ob das Resin das ist, das in Ihrer Wanne steht.

Darunter folgt die Karte Issues, die wichtigste von allen. „No issues“ heißt: Die Prüfung hat nichts gefunden, was sie messen kann. „Fails at layer“ mit einer Zahl bedeutet eine Insel, also ein Teil, das über nichts aushärtet, an der Folie kleben bleibt und in der Wanne zurückbleibt. Beheben Sie das vor dem Slicen. „Likely to fail“ steht für ein Hebel- oder ein Abziehproblem. Die Schichtprüfung lesen erklärt jeden dieser Fälle.

Weiter unten zeigt This layer die Schicht, auf der der Regler steht. Ziehen Sie ihn ganz nach unten: Die Überschrift lautet „bottom block“, und die Exposure dort sollte Ihrer Bottom exposure entsprechen.

Slicen und Datei prüfen

  1. Klicken Sie auf Slice to .goo (die Endung richtet sich nach dem Format Ihres Druckers) und wählen Sie den Speicherort.
  2. Öffnen Sie, was Sie gerade geschrieben haben: File, dann Open sliced file… (Slice-Datei öffnen).

Ist die Datei geschrieben, steht in der Statusleiste „Wrote“ mit dem Pfad, der Schichtzahl, dem Volumen in ml und dem Gewicht in g. Die geöffnete Datei zeigt ihre eigenen Werte für Format, Machine, Panel, Stack, Layer height und Exposure. Das ist das, was Ihr Drucker liest, nicht das, was im Profil steht. Auf demselben Weg können Sie die Datei desselben Modells aus einem Slicer öffnen, dem Sie vertrauen, und vergleichen. File, dann Close sliced file bringt Sie zurück zur Platte.

Kopieren Sie die Datei auf den Drucker und starten Sie den Druck dort.

Gelingt das Teil auf einem anderen Drucker als dem Saturn 4 Ultra, melden Sie es mit „Report a test print“ (Testdruck melden) auf der Seite Ihres Druckers unter Drucker. Mit einer Meldung wird ein Profil bestätigt.

Wenn etwas schiefgeht

Die Schaltfläche Slice ist grau

Fahren Sie mit der Maus darüber, dann steht dort der Grund. „Load a printer profile to know the panel to slice for.“ heißt, dass im Block Print kein Drucker gewählt ist (siehe oben). „Nothing visible on the plate to slice.“ heißt, dass die Platte leer ist oder alle Modelle darauf ausgeblendet sind: Klicken Sie auf das Auge am Anfang der Modellzeile.

Die Statusleiste meldet zusätzlich „layers cut off at the edge of the panel“

Ein Teil des Modells liegt außerhalb des Druckerdisplays. Klicken Sie im Werkzeug Select auf Center oder Scale to Fit, damit es wieder über der Platte liegt, und slicen Sie erneut.

Die Modellzeile meldet „No consistent orientation: slicing will be unreliable“

Das Netz ist auf eine Weise defekt, die die Importreparatur nicht beheben kann. Reparieren Sie es in dem Programm, in dem es entstanden ist, oder nehmen Sie eine andere Datei.